... auch wenn es am Ende doch nicht so ganz einfach war. All die Angst um genügend niedrige Estrichrestfeuchte war allerdings unbegründet. Mit Hilfe der großen Industrietrockner hatten wir am Ende sowenig davon, dass das Messgerät praktisch nichts mehr anzeigte. Demgemäß konnte der Türeinbau und die Laminatverlegung planmäßig starten und am 15.8 stand der Möbelwagen vor der Tür.
Dummerweise hatten wir an diesem Tag ausgesprochen schlechtes Wetter. Wochenlang gab es schönsten Sonnenschein, fast jeden Tag. Aber gerade an diesem Umzugstag goss es wie aus Kannen. Ich habe mir erst gar nicht die Mühe gemacht, mich wasserfest zu bekleiden, es hätte sowieso nichts genützt. Da es trotzdem relativ warm war (und durch die Arbeit friert man natürlich sowieso nicht) bin ich die ganze Zeit nur in leichter Anzugsordnung (und Sandalen) umhergewetzt. Der Umzugswagen kam leider eine halbe Stunde verspätet (also erst 8:00 UIhr), aber die Träger hielten sich nicht mit langen Reden auf und haben sofort angefangen im hohen Tempo die Kartons aufzuladen. Dabei stellte sich heraus, dass der LKW bei weitem nicht alles in einem Rutsch aufnehmen konnte (klare Fehleinschätzung des Gutachters bei der Wohnungsbesichtigung), also musste der Wagen zweimal rollen, was natürlich entsprechend viel extra Zeit kostete. Am Ende waren wir nach rund 12h durch und saßen nun auf einem Haufen Kartons in unserem neuen Haus. Völlig klar, die nächsten Tage standen ganz im Zeichen der Pionierarbeit: Lampen anbringen, Keller einräumen, endlos Kisten auf den Dachboden tragen, Kleiderschrank und Bett aufbauen (das Schlafzimmer haben wir komplett ersetzt), Arbeitszimmer in arbeitsfähigen Zustand versetzen, Netzwerkverkabelung vervollständigen, Telefon und Internetanbindung auf die Reihe bringen und und und. Zum Glück hatte ich Urlaub und konnte mich diesen Sachen mit voller Hingabe widmen.Es ist schon erstaunlich, wie wichtig es ist Licht im Haus zu haben. Vorrübergehen hatten wir unsere Nachttischlampen strategisch positioniert, damit man auf dem Weg zur Toilette nicht über die noch verpackten Gitarren fiel. Aber nachdem nun fast alles montiert ist (im Wohnzimmer fehlen noch Leuchtmittel, weil wir uns noch nicht entscheiden konnten) hat man nicht nur überall unfallfreien Verkehr, sondern kann auch abends das Haus ganz romantisch in voller Beleuchtung erstrahlen sehen. Aber nun genug der Worte, wir wollen Bilder sehen. Eine kleine Überraschung ist auch dabei.
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